2016-07-30 KLOSTERFELSENWEG Schwäbische Alb

Schwäbische Alb: Aussichtsreicher Rundwanderweg

Fürstin Amalie Zephyrine von Hohenzollern-Sigmaringen ließ ab 1815 nach dem Vorbild napoleonischer Landschaftsgärten das Gelände um das säkularisierte Augustinerchorfrauenstift Inzigkofen neu gestalteten. „Zurück zur Natur“ lautete ihre Devise für den wildromantischen Vorderen Park, der sich in die natürliche, schroffe und steil abfallende Felslandschaft der mäandrierenden Donau einfügte. Auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses entstand die Eremitage mit dem “Fürstenhäusle”.  An die Verdienste der Fürstin – vor allem um die Erhaltung des kleinen Fürstentums – erinnert noch heute der Amalienfelsen. Nach ihrem Tod 1841 fügte Erbprinz Karl Anton den Hinteren Park beim Nickhof hinzu. Mit der 1843 erbauten „Teufelsbrücke“ über die Höllschlucht und die Grotten schuf er einen märchenhaften Erlebnisgarten. Im Nachklang der Revolution von 1848/49 wurde “jedem ordentlichen Menschen das Lustwandeln in den hiesigen Anlagen gestattet”. Der Park wurde ein Grundpfeiler für den aufkommenden Fremdenverkehr im Oberen Donautal, verbuschte aber mangels Pflege. Mit dem neu angelegten Premiumwanderweg werden alte Sichtachsen und Wege freigelegt – die Naturromantik kehrt zurück.

Ausgangspunkt unserer Rundwanderung ist das Schloss des Fürstenhauses Hohenzollern in Sigmaringen, in das Amalie Zephyrine 1790 durch die Heirat mit Fürst Anton Aloys von Hohenzollern einzog. Die umfassend gebildete Adelige empfand jedoch den Sigmaringer Hof als zu provinziell und flüchtete schon nach wenigen Jahren zurück nach Frankreich. Erst 1811 kehrte sie zurück – nach Inzigkofen, wo sie in Sichtweite zum Schloss Sigmaringen eine eigene Hofhaltung aufnahm. Am Ufer der Donau entlang führt die Wanderung nach Laiz und weiter auf dem Kloster-Felsenweg zum Amalienfelsen und Fürstlichen Park mit der Teufelsbrücke und den Grotten.

Quelle: Schwarzwaldverein Radolfzell

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